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2G-Abschaltung der Telekom: Welche Geräte betroffen sind und wie Sie jetzt migrieren

Die Telekom schaltet ihr 2G-Netz ab – ältere Hausnotrufgeräte verlieren damit die Verbindung zur Zentrale. So identifizieren Sie betroffene Geräte und planen die Migration ohne Zeitdruck.

Wichtig 3 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 08.09.2026
Smart Hub Lifeline MobileCare SIM
Symbolbild: Mobilfunkmast über einem Wohngebiet bei Sonnenaufgang

Die Deutsche Telekom hat die Abschaltung ihres 2G-Netzes (GSM) angekündigt – nach aktueller Planung soll das Netz voraussichtlich zum 30. Juni 2028 abgeschaltet werden (Vodafone und o2/Telefónica planen die 2G-Abschaltung ebenfalls für 2028). Für Hausnotrufdienste ist das keine Randnotiz: Ältere Hausnotrufgeräte und mobile Notrufsysteme, die ausschließlich über 2G kommunizieren, verlieren damit ihre Verbindung zur Notrufzentrale. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie betroffene Geräte identifizieren und die Migration rechtzeitig planen.

Warum die 2G-Abschaltung den Hausnotruf besonders trifft

Hausnotrufgeräte sind Lebensrettungstechnik: Ein Gerät, das nach der Netzabschaltung keinen Notruf mehr absetzen kann, ist ein unmittelbares Sicherheitsrisiko für die Teilnehmerin oder den Teilnehmer. Anders als beim Smartphone bemerkt der Nutzer den Ausfall unter Umständen nicht – das Gerät steht scheinbar unverändert in der Wohnung. Deshalb gilt: Nicht auf den Stichtag warten, sondern den Gerätebestand jetzt systematisch prüfen und den Austausch über die verbleibende Zeit strecken.

Bereits 2021 wurden die 3G-Netze (UMTS) aller deutschen Netzbetreiber abgeschaltet – viele Dienste haben damals erlebt, wie aufwendig eine Migration unter Zeitdruck wird. Die 2G-Abschaltung ist der letzte Schritt: Danach stehen nur noch 4G/LTE und 5G zur Verfügung.

Bin ich betroffen? Checkliste

  • Lifeline Smart Hub (2G/3G-Variante): Geräte ohne die Bezeichnung „Lifeline 4G Smart Hub (DE)“ auf dem Typenschild kommunizieren über 2G. Wie Sie 2G/3G- von 4G-Geräten unterscheiden, zeigt unser Ratgeber zur Austauschaktion im Detail.
  • Ältere GSM-Hausnotrufgeräte wie das Lifeline GSM nutzen das 2G-Netz für die Sprach- und Datenverbindung.
  • Mobile Notrufgeräte der ersten Generationen (z. B. das abgekündigte Tunstall MobileCare) sind reine 2G-Geräte. Das aktuelle MobileCare.pro funkt dagegen über LTE (4G) und nutzt 2G nur als Rückfallebene.
  • Lifeline Digital und der Lifeline 4G Smart Hub sind 4G-Geräte und von der Abschaltung nicht betroffen.

So planen Sie die Migration

  1. Bestand erfassen: Exportieren Sie Ihre Geräteliste – als Kunde mit Tunstall-SIM-Karten finden Sie Ihre Geräte inklusive Seriennummern im SIM-Service Ihres Kundendashboards. Auch die Device Management Platform (DMP) zeigt Ihnen Ihren Smart-Hub- und Lifeline-Digital-Bestand.
  2. Betroffene Geräte markieren: Prüfen Sie Typenschild, Hardware-Version und Produktionscode (Details im Austauschaktions-Ratgeber).
  3. Austausch priorisieren: Beginnen Sie mit Regionen, in denen die Netzqualität bereits heute schwankt, und mit Teilnehmern mit hohem Schutzbedarf.
  4. Nachfolgegeräte einplanen: Lifeline Digital bzw. der Lifeline 4G Smart Hub sind die 4G-Nachfolger für den stationären Hausnotruf; für den mobilen Notruf steht MobileCare.pro bereit.
  5. SIM-Karten bereinigen: Kündigen Sie SIM-Karten ausgetauschter Altgeräte über den SIM-Service im Dashboard – so zahlen Sie keine Karten weiter, die nicht mehr im Einsatz sind.

Häufige Fehler

  • „Das Gerät funktioniert doch noch“: Bis zur Abschaltung ja – danach schlagartig nicht mehr. Die Migration braucht wegen Hausbesuchen und Teilnehmerkommunikation Monate Vorlauf.
  • Nur das Hauptgerät tauschen: Prüfen Sie auch programmierte Funksender, Sensoren und die Konfiguration in der DMP, damit der neue Anschluss vollständig einsatzbereit ist.
  • Alte SIM-Karten vergessen: Nicht gekündigte Karten verursachen laufende Kosten.

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