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Mobiler Funkempfänger-T: einrichten, Rufe empfangen und sicher quittieren

Der mobile Rufempfänger für Wohngruppen und kleine Pflegeeinheiten: Sender einlernen, Zimmernummern zuordnen, Rufe quittieren und die Stromversorgung im Alltag sicherstellen.

Neu 4 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 08.09.2026
Mobiler Funkempfänger-T Z00820500 VARIOREC Pflege
Mobiler Funkempfänger-T von Tunstall

Der Mobile Funkempfänger-T ist ein tragbarer Rufempfänger für Wohngruppen, kleine Pflegeeinheiten und Bereiche mit mobilem Personal. Eingehende Rufe werden über das OLED-Display, einen Rufton und Vibration signalisiert. Das Gerät ist der Nachfolger des Care Assist.

Sicherheitshinweis: Der Empfänger arbeitet funkbasiert. Seine Verwendung ersetzt keine erforderliche Aufsicht und ist laut Bedienungsanleitung nicht zur Meldung vorhersehbarer, lebensbedrohlicher Zustände zugelassen.

Artikelnummern und Zubehör

KomponenteArtikelnummerVerwendung
Mobiler Funkempfänger-TZ00820500Tragbarer Rufempfänger
Desktop-LadeschaleZ00820510Laden und Aufbewahren auf einer Tischfläche
Ladeschale zur WandmontageZ00820520Fester Ladeplatz an der Wand
USB-Ladegerät für die LadeschalenZ00820530Separates Zubehör laut Tunstall-Datenblattkatalog

So werden Rufe angezeigt

Bei einem eingehenden Ruf zeigt der Empfänger die Meldung auf dem OLED-Display an. Gleichzeitig können Rufton und Vibration aktiviert sein. Die Kombination aus Text, Ton und Vibration sorgt dafür, dass ein Ruf auch während eines Rundgangs oder in einer unruhigen Umgebung wahrgenommen wird.

Ein kurzer Druck auf die untere Menütaste quittiert den Ruf vorübergehend. In der Werkseinstellung werden Ton und Vibration dadurch für etwa fünf Minuten stummgeschaltet. Danach wird der Ruf erneut signalisiert, damit er nicht unbeachtet bleibt.

Wenn die Funktion Quittieren aktiviert ist, kann ein langer Druck von etwa zwei Sekunden den Ruf aus der Rufliste entfernen. Das ist eine bewusste Einstellung: Die vorübergehende Quittierung und das endgültige Löschen aus der Liste haben unterschiedliche Auswirkungen.

Sender einlernen

Der Empfänger arbeitet mit dem Tunstall-Classic-Einwegprotokoll sowie dem Lehmann-Einwegprotokoll bei 869,2125 MHz. Es können ungefähr 100 Funksender eingelernt werden. Beim Einlernen werden dem Sender zusätzlich seine Funktion und bei zimmerbezogenen Rufen eine vierstellige Zimmernummer zugeordnet.

  1. Den Akku vor der ersten Inbetriebnahme vollständig laden und den Empfänger einschalten.
  2. Den DIP-Schalter auf der Rückseite mit einem geeigneten Gegenstand auf ON stellen, um den Lernmodus zu öffnen.
  3. Im Menü Einlernen auswählen und den gewünschten Ruftyp festlegen: Ruf, Zimmer oder WC.
  4. Innerhalb des angezeigten Lernfensters den Funksender auslösen.
  5. Bei einem zimmerbezogenen Ruf die vierstellige Zimmernummer vollständig eintragen.
  6. Festlegen, ob der Sender ein Ruf- oder ein Abstellsender ist, und die Zuordnung bestätigen.
  7. Den DIP-Schalter nach Abschluss des Lernvorgangs wieder auf die Betriebsposition stellen und einen angekündigten Test durchführen.

Wird ein bereits gespeicherter Sender ausgelöst, meldet der Empfänger „Sender bekannt“. Erscheint „Error“, kann beispielsweise mehr als ein Sender gleichzeitig ausgelöst worden sein. Sender einzeln und mit ausreichendem Abstand erneut auslösen.

Zimmergenau quittieren und abstellen

Ein Abstellsender wird beim Einlernen einer Zimmernummer zugeordnet. Wird der Abstellsender für dieses Zimmer betätigt, werden die zugehörigen Rufe dieses Zimmers abgestellt. Das betrifft auch Rufe von unterschiedlichen Auslösern, wenn sie derselben Zimmernummer zugeordnet sind.

Das ist von der mobilen Quittierung am Empfänger zu unterscheiden: Eine Quittierung am Empfänger unterbricht die Signalisierung nur vorübergehend, während ein passend eingerichteter Abstellsender die Rufe des zugeordneten Zimmers aus der Rufbearbeitung nimmt.

Akku und Ladebetrieb

  • Abmessungen: 109 × 59 × 14 mm
  • Gewicht: 50 g
  • Betriebsdauer: bis zu 20 Stunden
  • Ladedauer: etwa 135 Minuten
  • wechselbarer, wiederaufladbarer Akku mit 3,7 V und 1.000 mAh
  • Schutzart IP52

Für den täglichen Betrieb empfiehlt sich ein fester Ladeplatz. Prüfen Sie am Schichtbeginn, ob der Empfänger ausreichend geladen ist und ob die Signalisierung für Ton und Vibration wie vorgesehen eingestellt ist.

Test- und Übergabecheckliste

  1. Empfänger vollständig geladen und eingeschaltet.
  2. Jeder relevante Sender einzeln ausgelöst und im Display erkannt.
  3. Ruftyp und Zimmernummer korrekt angezeigt.
  4. Ton, Vibration und optische Anzeige passend zur Einsatzumgebung geprüft.
  5. Quittierung am Empfänger getestet.
  6. Abstellsender je Zimmer getestet, falls eingesetzt.
  7. Testzeitpunkt, Senderzuordnung und Ergebnis dokumentiert.

Wenn ein Ruf nicht ankommt

  • Keine Anzeige: Akku, Einschaltzustand und Reichweite prüfen.
  • „Error“: Sender einzeln und erneut auslösen; parallele Funksignale vermeiden.
  • Falsche Zimmernummer: Sender auslernen und mit der korrekten vierstelligen Zimmernummer erneut einlernen.
  • Ruf wird zu schnell entfernt: Prüfen, ob der Sender als Abstellsender eingerichtet wurde oder ob die Funktion „Quittieren“ mit langem Tastendruck aktiv ist.
  • Reichweite unzureichend: Empfänger näher am Einsatzbereich tragen oder die Funkplanung mit dem zuständigen Fachpersonal prüfen.

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