Die PNC 8 ist Tunstalls Flaggschiff unter den Zentralen-Lösungen und Teil der Tunstall Service Plattform (TSP). Wer eine Hausnotrufzentrale neu aufbaut oder modernisiert, muss eine Grundsatzentscheidung treffen: Cloud, Managed oder Lokal? Dieser Ratgeber erklärt die Plattform und die Kriterien für die Wahl des Betriebsmodells.
Was die PNC 8 auszeichnet
- Drei Betriebsmodelle: Cloud, Managed und Lokal
- Multiprotokoll-fähig: verarbeitet die relevanten Notrufprotokolle – von klassischen Tonprotokollen bis SCAIP (IP-Notruf), inklusive Mobile-Geräte (paSOS) und IP-Geräte (IPACS)
- Skalierbar: von kleinen bis zu sehr großen Teilnehmerzahlen
- Effizienz-orientierte Oberfläche: speziell auf Geschwindigkeit des Zentralisten ausgelegt
- IP-Alarm-fähig inklusive Datenverschlüsselung gemäß DSGVO
Die TSP: mehr als Anrufabwicklung
Die TSP erweitert das Lösungsangebot über die reine Rufannahme hinaus. Neben der PNC gehören dazu:
- Service Manager: verfolgt den Bereitstellungsprozess eines Hausnotrufgeräts von Anfang bis Ende, ermöglicht Backoffice- und mobiles Workforce-Management und zeichnet Kundenereignisse auf – Grundlage für die Analyse von Art und Anzahl der Rufe.
- Außendienstmanagement: optimiert Einsatzteams mit Echtzeit-Aktivitätsberichten, Standortverfolgung und elektronischen Stundenzetteln.
- Device Management Platform (DMP): überwacht und verwaltet die digitalen Geräte im Feld (Heartbeats, Konfiguration, Firmware) – siehe unsere DMP-Ratgeber.
Cloud, Managed oder Lokal – die Kriterien
| Kriterium | Cloud | Managed | Lokal |
|---|---|---|---|
| Infrastruktur | vollständig bei Tunstall gehostet | dedizierte Umgebung, betrieben durch Tunstall | eigene Server in Ihrer Zentrale |
| IT-Aufwand beim Betreiber | minimal | gering | hoch (Betrieb, Updates, Backup, Redundanz) |
| Einstiegskosten | niedrig (Servicemodell) | mittel | höher (Hardware-Invest) |
| Kontrolle über die Umgebung | standardisiert | abgestimmt | maximal |
| Skalierung | flexibel | flexibel | durch eigene Hardware begrenzt |
Faustregeln: Wer keine eigene 24/7-IT-Betriebsmannschaft für die Zentralentechnik hat, fährt mit Cloud/Managed sicherer – Verfügbarkeit, Updates und Monitoring liegen dann beim Plattformbetreiber. Ein lokales Modell lohnt vor allem bei besonderen organisatorischen Vorgaben oder vorhandener leistungsfähiger IT-Infrastruktur. In jedem Modell gilt: Die Statusseiten der TSP-Plattformen können Sie jederzeit über unsere PNC-Status-Seite einsehen.
Modernisierung aus der Bestandssituation
- Ist-Analyse: Welche Zentrale läuft heute, welche Protokolle werden gebraucht (analog/Ton, SCAIP, mobile Teilnehmer)?
- Digitalisierungspfad festlegen: Der Wechsel von analogen Tonprotokollen zu IP (SCAIP) betrifft Zentrale und Endgeräte – die Geräteseite (Lifeline Digital, 4G) sollte im selben Fahrplan stehen wie die Zentralenseite (siehe 2G-Migrationsratgeber).
- Betriebsmodell wählen anhand der Kriterien oben.
- Migration planen: Parallelbetrieb, Teilnehmer-Umzug in Wellen, Rückfallszenarien.