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Vibby Falldetektor 4: aktuelles Modell und Bestandsgeräte richtig unterscheiden

Der aktuelle Vibby Falldetektor 4 (67605/26) und ältere Vibby-Generationen im Vergleich: Artikelnummer prüfen, sicher einrichten und den Test mit der Zentrale abnehmen.

3 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 08.09.2026
Vibby Falldetektor 4 Vibby Falldetektor Telecare
Vibby Falldetektor am Armband – Beispielabbildung der Produktfamilie

Der Vibby Falldetektor ergänzt das Hausnotrufgerät um automatische Sturzerkennung und eine manuelle Ruftaste. Für eine saubere Bestellung und Konfiguration muss zuerst zwischen dem aktuellen Vibby Falldetektor 4 und älteren Vibby-Generationen unterschieden werden.

Aktuelles Modell und Bestandsgeräte

ModellArtikelnummerEinordnung
Vibby Falldetektor 467605/26Aktuelles Telecare-Zubehör; Funkprotokoll Tunstall Classic Radio; Installationsanleitung 00880458
Vibby (Vorgänger)67605/22Bestandsgerät; Installationsanleitung 00880451
Vibby (Vorgänger)67605/20Bestandsgerät; Installationsanleitung 00880354

Für Bestellungen, Ersatz und Reparaturen ist die Nummer auf dem Gerät beziehungsweise im Bestand maßgeblich. Aktuell führt der Tunstall-Datenblattkatalog den Vibby Falldetektor 4 (67605/26) mit dem Funkprotokoll Tunstall Classic Radio. Eine Unterscheidung in „Classic AP" und „2-Way Secure" gibt es beim Vibby – anders als etwa beim Lifeline Pendant – nicht.

Wie der Vibby funktioniert

Der Vibby Falldetektor 4 wird wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen (Armband vorinstalliert); optional ist eine Halskordel im Lieferumfang. Er kombiniert zwei Funktionen:

  • Automatische Sturzerkennung: Die Sensorik erkennt einen schweren Sturz und löst einen Funknotruf zum Hausnotrufgerät aus. 20 Sekunden vor der Auslösung vibriert der Vibby – so lässt sich ein Fehlalarm abbrechen, indem die tragende Person den Vibby für etwa 2 Sekunden mit der Hand abdeckt.
  • Manuelle Ruftaste: Wie ein klassischer Funksender kann der Notruf jederzeit per Tastendruck ausgelöst werden. Rote LED und Vibration bestätigen die Auslösung. Zentrale und Notrufempfänger zeigen unterschiedliche Rufarten für Sturz und manuelle Auslösung an.

Die automatische Erkennung ist eine zusätzliche Schutzfunktion und ersetzt weder das bewusste Auslösen eines Notrufs noch die vereinbarte Betreuung. Wichtig laut Hersteller: Weiche Stürze sowie langsames Heruntersinken oder Herunterrutschen an der Wand oder im Stuhl werden vom Vibby nicht als Sturz erkannt.

Technische Daten (Vibby Falldetektor 4)

MerkmalAngabe
Funkprotokoll / FrequenzTunstall Classic Radio, 869,2125 MHz
SchutzartIP67 (staubdicht, geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen)
Abmessungen / Gewicht37 × 34 × 13 mm / 35 g
BatterieLi-Batterie CR2477 (LiMnO₂), wechselbar
Batterielebensdauerabhängig von der Nutzung bis zu 2 Jahre
Funkreichweitebis zu 300 m im freien Feld, abhängig von der Gebäudestruktur
Batteriewarnungautomatischer Hintergrundruf zur Servicezentrale bei schwacher Batterie

Installation in Kürze

  1. Gerät identifizieren: Artikelnummer (67605/26 für den aktuellen Vibby 4) und Seriennummer vom Gerät dokumentieren.
  2. Transportmodus deaktivieren: Der Vibby wird im Transportmodus ausgeliefert; dieser muss vor der Nutzung nach Installationsanleitung deaktiviert werden.
  3. Funkcode übertragen: Die Sender-ID vom Etikett in die Gerätekonfiguration übernehmen, zum Beispiel in der DMP beim Lifeline Digital.
  4. Auslöser und Ereignisse zuordnen: Den Auslösertyp „Falldetektor" wählen und die automatische sowie die manuelle Auslösung dem vorgesehenen Ruftyp zuordnen.
  5. Trageart mit dem Dienst abstimmen: Armband oder Halskordel passend zur Konfiguration verwenden; die Trageart nicht eigenständig umstellen.
  6. Abnahme durchführen: Den manuellen Testalarm mit der Zentrale abstimmen. Eine automatische Sturzauslösung darf nur nach der offiziellen Installationsanleitung und in einer kontrollierten Testsituation geprüft werden – keine absichtlichen Stürze.

Die vollständigen Installationsschritte stehen in der Installationsanleitung 00880458 (Vibby 4) im Downloadbereich und in der offiziellen Tunstall-Dokumentation für Telecare-Zubehör.

Praxis-Hinweise

  • Immer tragen: Ein Sensor in der Tasche oder auf einem Möbelstück kann keinen verlässlichen persönlichen Schutz bieten.
  • Fehlalarm abbrechen: Innerhalb der 20-Sekunden-Vibrationswarnung den Vibby etwa 2 Sekunden mit der Hand abdecken. Den Ablauf mit der Teilnehmerin oder dem Teilnehmer üben.
  • Batteriestatus im Blick behalten: Der Vibby meldet eine schwache Batterie automatisch als Hintergrundruf; beim Batteriewechsel den Dichtungsring (D6654020A) mittauschen.
  • Fehlauslösungen dokumentieren: Häufige Fehlalarme können auf falsche Trageweise oder einen Defekt hindeuten – im Zweifel per Ticket mit Seriennummer melden.

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